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Babyzeichensprache - Babysigning

 

 

Gebärdensprache für hörende Babys und Kinder

Ein Kurs für Mütter/Väter, Tagesmütter, Kursleiter/innen, Pädagog/innen, Lehrer/innen und alle Interessierten

 

Was ist die Babyzeichensprache?

 

Baby-Zeichensprache (im englischen Sprachraum als Babysigning bekannt) ist eine Gebärden- bzw. Zeichensprache für Babys, und zwar hörende Babys, die noch nicht sprechen (können oder wollen).

Babys wissen schon sehr früh was sie wollen und an was es ihnen fehlt, aber da sie noch nicht sprechen und somit ihre Wünsche nicht gezielt ausdrücken können, kommt es oft zu Tränen und Frustration - auch bei den Eltern.

Da sich die Feinmotorik der Hände normalerweise viel eher entwickelt als die Stimmbänder, können  sich Babys mit Hilfe von Gebärden und Gesten viel früher verständigen als mit gesprochen Worten. Babys haben ein besseres Erinnerungsvermögen als manch einer vermuten würde - so ist es ihnen möglich, schon sehr früh Handzeichen zur besseren Verständigung zu lernen.

Die so genannten Babyzeichen werden parallel zur normalen Sprache benutzt. Sie symbolisieren Gegenstände, Tätigkeiten, Eigenschaften usw. aus dem Baby-Alltag. Mit Hilfe der Zeichen ist das Baby bald in der Lage, sich auszudrücken.

Babyzeichensprache eignet sich speziell für Babys. Sie kann aber auch Kindern mit Lernschwierigkeiten oder verzögerter Sprachentwicklung helfen.

 

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Verstehen und Verstanden-werden!

Stell Dir ein Baby vor, dass Durst hat und gerne etwas trinken möchte, dann wäre es für alle eine Hilfe, wenn das Baby dies mit Hilfe eines Handzeichens mitteilen könnte ohne jammern und schreien zu müssen und ohne dass Mama und Papa ihm 20 Objekte fragend vor die Nase halten, ob es wohl das ist, was es will.

Oder wenn das Baby zu Ende gegessen hat und nicht mehr essen möchte, wäre es hilfreich, wenn es einfach das Zeichen für "fertig" deuten könnte anstatt das  restliche Essen auf dem Boden zu verteilen oder an die Wände zu werfen.

  Arian (7 Monate) zeigt das Zeichen für "Essen"

Die Baby-Zeichensprache ist in den achtziger Jahren in Amerika entwickelt worden. Psychologen und Wissenschafter erforschten die Sprachentwicklung von Kindern aus gehörlosen Familien. Die Ergebnisse ergaben große Entwicklungsvorsprünge im Bereich der Sprachentwicklung und der sozialen Kompetenz. Die aktuelle Forschung bestätigt, dass das zusätzliche Benutzen von Babyzeichen für alle Kinder eine große Bereicherung darstellt. Kurse für Baby-Zeichensprache sind in England und Amerika eine Selbstverständlichkeit für junge Eltern. Für Eltern in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Idee der Babyzeichen noch relativ neu.

 

Madelaine (7 Monate) zeigt  "Milch"

Mehr Informationen zur Baby-Zeichensprache findet ihr weiter unten.

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Kursinhalte

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Allgemeines zu Gebärdensprachen, Zeichensprachen und Lautsprachen

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Wissenschaftliche Hintergründe zur Baby-Zeichensprache

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Mütter/Väter lernen, wie man Baby-Zeichensprache in den Baby-Alltag einbaut

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Tagesmütter/Krippen-Betreuer/innen lernen, wie man Baby-Zeichensprache in die Arbeit mit Babys/Kleinkindern einbaut

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Kursleiter/innen für Baby- und Kinderkurse lernen, wie man die Baby-Zeichensprache in einen Kurs (z.B. Krabbel-Gruppe, Babymassage, musikalische Frühförderung) einbaut und an Mütter/Väter weiter geben kann

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Pädagogen und Lehrer erfahren, wie bereichernd das Verwenden der Zeichensprache in Kindergarten und Schule für Kinder und Erwachsene sein kann.

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Grundwortschatz für Babys aus der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) - wir lernen ca. 100 Vokabel aus der ÖGS.

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Erarbeiten von Handzeichen mit Hilfe von Texten, Reimen und Liedern

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Hinweise und Besprechen von hilfreicher Literatur und Medien

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Jeder Kursteilnehmer erhält ein umfangreiches Skriptum mit allen erlernten Vokabeln aus der ÖGS.

 

 

Kursdauer: 1 Tag

Kosten: € 120,- (inklusive umfangreicher Unterlagen)
              
50% Ermäßigung für den zweiten Elternteil

            € 100,- für alle, die bereits einen Kinderkurs im Institut besucht haben

           

Voraussetzungen: keine

Gerade für Mütter, deren Baby noch im Bauch ist, ist dieser Kurs eine ideale Vorbereitung für später!

Mitzubringen: Aufgeschlossenheit und Kreativität

Termine findet Ihr im Seminarkalender.

Diesen Kurs halte ich auch gerne individuell für interessierte Mütter in Kleingruppen ab.

 

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Weitere Informationen:

 

Vorteile der Baby-Zeichensprache

·               Früheres Erkennen der Wünsche und Bedürfnisse des Babys

·               Intensivere Kommunikation zwischen Eltern und Kind

·               Frühe Förderungsmöglichkeit des Kleinkindes

·               Schnelleres Erlernen der verbalen Sprache

·               Abschwächen von Frustrationsmomenten

·               Intensivere Eltern-Kind-Beziehung

·               Einbeziehung der Geschwister in die Kommunikation

 

Die Baby-Zeichensprache soll die Lautsprache unterstützen und nicht ersetzen! Die Kinder werden daher auch immer ermutigt werden, ihren Möglichkeiten entsprechend sich auch verbal zu äußern.

 

Wie kann man Baby-Zeichensprache lernen?

Im Prinzip muss man keine offizielle Gebärdensprache können, man kann alle Handzeichen auch selbst erfinden oder zusammen mit dem Kind „entwickeln“.

Wer nicht ausreichend Phantasie hat, um sich für jedes Wort ein Handzeichen auszudenken, kann auf die vielen Quellen im Internet, in Büchern und auf DVDs zurückgreifen. Im Kurs lernen wir ein Grundvokabular von ca. 100 Wörtern.

 

 

  Arian (12 Monate) zeigt das Zeichen für "Vogel"

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Wie lernt das Baby die Handzeichen?

Indem man nach und nach immer in derselben Situation dieselben Handzeichen verwendet, man beginnt meist mit „essen“ und „trinken“ und weitet dann das Vokabular nach und nach aus.

Die Erfahrungen zeigen, dass ein Baby, dem man ab dem Alter von ca. 4 Monaten regelmäßig dieselben Handzeichen zeigt, ab ca. 7 Monate beginnt, diese auch aktiv zu verwenden. Nach oben hin gibt es da keine Altersgrenzen, selbst mit sprechenden Kindern ist es lustig und oft auch hilfreich (z.B. an lauten Plätzen), sich mit Zeichensprache zu verständigen. Die Kommunikation läuft durch Zeichensprache einfach viel entspannter ab. Geschwister verwenden die Handzeichen gerne als Geheimsprache untereinander.

 

Wie kann man Baby-Zeichensprache in einem Kurs einbauen, z.B. Krabbelgruppe, Babymassage, musikalische Früherziehung, etc …?

Am besten mit Hilfe von Liedern, Tänzen und Geschichten, die in die Stunde eingebaut werden. Möglichkeiten der Umsetzung lernt man in diesem Kurs.

Zielgruppen für Baby-Zeichensprache: hörende Babys und Kinder, (sprach)behinderte Kinder, alle interessierte Kinder und Eltern

 

Madelaine (12 Monate) zeigt "aus, vorbei, finish"

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Hier einige Forschungsergebnisse:

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Babys können bis zum 1. Lebensjahr bis zu 90 (!) Handzeichen erlernen

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Babys, die eine Zeichensprache erlernen, fangen in der Regel FRÜHER an zu sprechen UND besitzen einen besseren Wortschatz

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Das soziale Verhalten ist besser ausgeprägt, da sich die Kinder besser verstanden fühlen

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Später verfügen die Kinder über ein besseres Erkennen von Buchstaben und Lauten und eine bessere Rechtschreibung

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Das Lernen von Gebärden fördert die Entwicklung des Gehirns, da die Augen in höherem Maße und somit die rechte Gehirnhälfte mehr benutzt werden. Alle Sprachen werden in der linken Gehirnhälfte gespeichert, und wenn Babys eine Zeichensprache lernen, werden sowohl die linke als auch die rechte Gehirnhälfte genutzt, womit im Gehirn auch mehr Synapsen aufbaut werden.

 
 
Milch Brot schlafen heiß
Eichhörnchen Bär Katze Zähne putzen Hut

 

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Stand: 05. September 2007